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Chemische Industrie und Kunststoffverarbeitung

Kolben-Detail auf beschrifteter Unterlage
Atotech Deutschland GmbH

Die Chemieindustrie ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Brandenburg und hat hier eine lange Tradition. In Schwedt an der Oder (Uckermark) – dem Standort der PCK Raffinerie GmbH – wird seit rund 50 Jahren Rohöl verarbeitet. BASF betreibt in in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) einen bedeutenden Chemiestandort mit mehr als 70‑jähriger Geschichte. In Premnitz (Havelland) und Guben werden seit Jahrzehnten Chemiefasern produziert. Durch die lange Tradition der Branche genießen die Chemieproduzenten eine hohe Akzeptanz im Land.

Kunststoffverarbeitung vom Mittelstand geprägt

Der Bereich der Kunststoffverarbeitung ist in Brandenburg überwiegend vom Mittelstand geprägt und zugleich stark exportorientiert. Der Großteil der Chemieunternehmen sowie der Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren konzentriert sich an sechs Standorten: Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz), Guben (Spree-Neiße), Fürstenwalde (Oder-Spree), Premnitz (Havelland), Oranienburg/Velten/Hennigsdorf (Oberhavel) und Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin). Die Standorte verfügen über weiteres Potenzial für Neuansiedlungen.

Namhafte Forschungsinstitute

Als Partner der Chemie- und kunststoffevarbeitenden Industrie bieten sich namhafte Forschungsinstitute an. Darunter sind das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam-Golm mit dem Institutsteil für Polymermaterialien und Composite (PYCO) in Teltow und das Institut für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik (IDM) ebenfalls in Teltow (Potsdam-Mittelmark). Das Fraunhofer-Institut ist Spezialist für die Entwicklung von Kunststoffen. Im IAP werden unter anderem Biokunststoffe entwickelt; aus den PYCO-Laboren kommen zum Beispiel Leichtbau-Verbundwerkstoffe, die für die Verkleidung der Kabinen des Riesenjets von Airbus, A380, genutzt werden. Wissenschaftspartner für die Chemie- und Kunststoffindustrie finden sich auch in der Universität Potsdam, der BTU Cottbus - Senftenberg und der TH Wildau.

Konzept für Bioraffinerien

In Brandenburg wird intensiv an der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen  geforscht und gearbeitet. Am Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim steht eine Pilotanlage, mit der das Konzept für Bioraffinerien entwickelt werden soll. Dabei wird aus Biomasse, wie zum Beispiel Stroh, Milchsäure hergestellt, die der Produktion von Biokunststoffen dient. In der Region werden u.a. in bedeutendem Umfang biogenene Kraftstoffene wie Biodiesel und Bioethanol produziert.

 

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