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Exzellente Forschung in Potsdam

Einsteinsturm des Leibniz-Instituts für Astrophysik (AIP)
Einsteinsturm des Leibniz-Instituts für Astrophysik (AIP)

Brandenburgs Hauptstadt Potsdam hat rund 167.505 Einwohner (Stand: Dezember 2015). Rund 25.000 Studierende sind an den Universitäten und Fachhochschulen eingeschrieben. 9.000 Potsdamer arbeiten an einer der etwa 40 wissenschaftlichen Einrichtungen. Drei Max-Planck-Institute, zwei Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, zwei Forschungsinstitute der Helmholtz-Gemeinschaft und fünf Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft haben ihren Sitz in der alten Preußischen Residenzstadt. Deren reiches architektonisches Erbe zieht auch internationale Forscher an – sei es zu Tagungen und Kongressen oder für einen Forschungsaufenthalt am renommierten Einstein-Forum. Potsdam ist ein bedeutendes Wissenschaftszentrum, dessen Geschichte zum Ende des 19. Jahrhunderts begann.

Geo- und Klimaforschung

Die internationale Bedeutung der Potsdamer Geowissenschaftler reicht zurück in die Jahre 1889 bis 1892. Damals wurde am Telegrafenberg das Königlich Geodätische Institut Potsdam gebaut. In dessen Laboren berechneten die Mathematiker Friedrich Kühnen und Philipp Furtwängler nach Experimenten mit Reversionspendeln 1909 den Absolutwert der Erdanziehung, der bis 1971 als Referenzwert weltweite Gültigkeit behielt. Das Institut gesellte sich zum 1874 errichteten Astrophysikalischen und dem Meteorologische Observatorium, Baujahr 1890. Seit 1924 komplettiert der Einsteinturm – ein Sonnenobservatorium – den Standort, der seit 1992 Wissenschaftspark Albert Einstein genannt wird. Heute arbeiten am 94 Meter hohen Telegrafenberg Wissenschaftler im Deutschen GeoForschungsZentrum, am Astrophysikalischen Institut Potsdam, der Potsdamer Forschungsstelle des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Meteorologischen Observatorium Potsdam des Deutschen Wetterdienstes.

Der Wissenschaftspark Potsdam-Golm

Molekulare Pflanzenphysiologie im Max-Planck-Institut
Molekulare Pflanzenphysiologie
Seit Mitte der 1990er Jahre ist in Potsdam-Golm ein weiterer angesehender Wissenschaftspark entstanden. Dort sind die Fraunhofer-Institute für Zelltherapie und Immunologie (Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse, Fraunhofer IZI-BB) und Angewandte Polymerforschung, die drei Max-Planck-Institute "Molekulare Pflanzenphysiologie", "Kolloid- und Grenzflächenforschung" und "Gravitationsphysik" sowie die Fakultäten Humanwissenschaft und Naturwissenschaften/Mathematik der Universität Potsdam angesiedelt.

International und interdisziplinär

Seit der Gründung des Einstein-Forums 1993 und des Institutes for Advanced Sustainability Studies (IASS) 2009, gibt es in Potsdam zwei Einrichtungen, die über bestehende Grenzen hinweg forschen – sowohl fachlich, als auch geografisch. Während das Einstein-Forum an der Schnittstelle von Geistes- und Naturwissenschaften zum experimentellen Gedankenaustausch einlädt, hat sich das IASS den Themen Klimawandel, Energie und Nachhaltigkeit verschrieben.


 

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