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Kloster Chorin – Technologiezentrum des Mittelalters

Hof des Kloster Chorins
Hof des Kloster Chorins

Über 700 Jahre Geschichte haben die Mauern des Klosters Chorin gezeichnet. Und der Geist des Zisterzienserordens, der das bedeutende Bauwerk der Backsteingotik (1270-1300) bis zu seiner Auflösung 1542 bewirtschaftete, scheint sich in der Region erhalten zu haben. Schon die asketischen Mönche betrieben Landwirtschaft zur Selbstversorgung. Und sie waren so etwas wie das kulturelle Zentrum der Umgebung. Mönche leben heute nicht mehr im Kloster. Die Ruine ist allerdings immer noch beeindruckende Kulisse – alljährlich kommen tausende Menschen zum Choriner Musiksommer und zu Märkten, die alte Handwerkskunst des Mittelalters lebendig erhalten.

Schinkel als Denkmalschützer

Dass von den uralten Steinmauern, deren Ziegel in alten Feldbrennöfen gebrannt wurden, überhaupt noch Reste übrig sind, ist auch dem frühen Denkmalschutz zu danken. Schon 1817 begannen die Sicherungen der Klostermauern, Initiator dieser Arbeiten war Karl Friedrich Schinkel. 1954 erhielt die berühmte Westfassade eine neue Bleiverglasung, 1966/67 wurde das Dach der Kirche neu gedeckt. Das frühere Abthaus und der Ostflügel sind heute für Besucher zugänglich und beherbergen Ausstellungsräume.

Konzerte und Picknick

Im hohen Kirchenschiff werden seit 1964 die "Choriner Musiksommer" veranstaltet. Die klassischen Konzerte, vorgetragen von internationalen Klangkörpern, erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch, weil sowohl die Akustik als auch das besondere Ambiente des Schauplatzes ein besonderes Erlebnis bieten. Die Zuhörer können in den Kreuzgängen, dem Klosterhof oder auf den umliegenden Wiesen picknickend Musik genießen.

Ökobauern in Brodowin

Das Dorf Brodowin gehörte 1335 zum Grundbesitz des Klosters. Heute gilt das „Ökodorf Brodowin" als größter deutscher Demeterproduzent. Seit den 1980er Jahren hatten sich zu den vom Schriftsteller, Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten Reimar Gilsenbach initiierten "Brodowiner Gesprächen" Wissenschaftler, Künstler und ökologisch Interessierte kritisch mit Umweltfragen auseinandergesetzt. Die Protagonisten gründeten 1991 den Verein Ökodorf Brodowin.

Regionale und nachhaltige Prinzipien

1989 schlossen sich zwei ehemalige Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) zur Agrargenossenschaft "Ökodorf Brodowin e.G." zusammen, die seit 1991 als "Ökodorf Brodowin Landwirtschafts GmbH & Co. KG" biologisch-dynamische Landwirtschaft betreibt und sich außerdem dem Natur- und Umweltschutz verpflichtet. Interessierte können den Betrieb besichtigen und im Hofladen nachhaltig produzierte Lebensmittel aus der Region kaufen. Als "Ökokorb Brodowin" werden Gemüse und Molkereiprodukte direkt zu den Kunden bis nach Berlin, Bernau und Eberswalde vertrieben.


 

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