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Namen verpflichten – Moderne Uni mit historischem Vorbild

Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)
Europa-Universität Viadrina

Ulrich von Hutten, Thomas Müntzer, Carl Philipp Emanuel Bach, Wilhelm und Alexander von Humboldt sowie Heinrich von Kleist haben eines gemeinsam: Sie alle waren einmal an der Alma Mater Viadrina zu Frankfurt (Oder) eingeschrieben, der ersten Brandenburgischen Landesuniversität (1506-1811). Erst 1991 wurde mit der Europa-Universität Viadrina erneut eine Universität an der Oder gegründet. Sie soll – ihrem Gründungsauftrag entsprechend – international und interdisziplinär als Reformuniversität wirken. Direkt an der Grenze zum Nachbarland Polen gelegen, soll sie außerdem die deutsch-polnische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Kultur fördern.

6.500 Studierende aus über 95 Ländern

Internationalität ist das Markenzeichen der Viadrina: Studierende und Lehrende kommen aus über 95 Ländern, Fremdsprachenangebote im Uni-Sprachenzentrum und Auslandsaufenthalte an einer der rund 250 Partnerhochschulen sind für die Mitarbeiter und Studierenden selbstverständlich. Seit ihrer Wiedergründung hat sich die Europa-Universität zu einer international gefragten Adresse an der deutsch-polnischen Grenze entwickelt: Knapp 6.500 Studierende sind derzeit dort immatrikuliert. In den Studiengängen der juristischen, wirtschaftswissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Fakultät nehmen europäische und internationale Aspekte von Recht, Wirtschaft und Kultur eine besondere Rolle ein.

An der Viadrina wird Europa studiert

Insgesamt gibt es 30 Studiengänge. Hervorzuheben ist der von allen Fakultäten gemeinsam konzipierte und getragene Studiengang „Master of European Studies", der auch mit deutsch-polnischem oder deutsch-französischem Mehrfachabschluss absolviert werden kann. Das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung bescheinigt der Viadrina im Fach Betriebswirtschaftslehre Spitzenwerte für die internationale Ausrichtung, die Unterstützung ihrer Studierenden bei einem Auslandsaufenthalt und bei den EU-Drittmittel Aufwendungen pro Wissenschaftler und Jahr. Die Transferstelle EUV koordiniert Kooperationen mit Unternehmen.

Hervorragende Studienbedingungen

Die Studienbedingungen sind ausgezeichnet: Anders als im Massenbetrieb großer Hochschulen sind die Seminare überschaubar und der Kontakt zu den Lehrenden ist direkt. An der Viadrina werden künftige Wissenschaftler persönlich zu ihrer Karriereplanung beraten. Die Universitätsbibliothek, das Informations-, Kommunikations- und Multimediazentrum sowie das Sprachenzentrum bieten moderne Technik. All dies sind gute Voraussetzungen für einen Studienabschluss in der Regelstudienzeit, um dann mit Hilfe des „Career Center" im Beruf einzusteigen. Die internationale Atmosphäre und das grenzübergreifende Leben und Arbeiten an der Oder schaffen ein Klima der Verständigung, das im besten Sinne europäisch ist.

Spitzenplatz als Gründungs-Universität

Die Europa-Universität Viadrina belegte im Gründungsradar des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft den 2. Platz der mittelgroßen Hochschulen Deutschlands. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der europäische Sozialfonds (ESF) finanzieren bei besonders innovativen, technologieorientierten oder wissensbasierten Gründungsvorhaben ein einjähriges, nicht rückzahlbares Stipendium – für Einzelgründer/innen und Gründungsteams. Das Besondere am EXIST-Gründerstipendium ist, dass die Förderung vor der Gründung beginnt, aber darüber hinausgehen kann, wenn während der Förderung gegründet wird. Es ist hauptsächlich für Ausgründungen aus der Wissenschaft gedacht. Gründer/-innen können ihr Geschäftsmodell in Ruhe überdenken und einen Businessplan erstellen, ohne aus wirtschaftlichen Zwängen unüberlegt frühzeitig gründen zu müssen.

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