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Leibniz-Institut Erkner: Globale Themen mitten in Brandenburg

Kartenmaterial des Leibniz Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung
Leibniz Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung

Die Leibniz-Gemeinschaft umfasst ein bundesweites Netz aus 86 Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen. Von dieser Forschungsstärke profitiert auch Brandenburg: Insgesamt neun Institute untersuchen hier zukunftsweisende Forschungsfelder. Die Vernetzung der jeweiligen Leibniz-Institute mit den regionalen Hochschulen erhöht deren Bedeutung für den Kreis Oder-Spree und das Land Brandenburg nochmals. In Erkner im Landkreis Oder-Spree beschäftigt sich das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) mit vielfältigen Themen der räumlichen Entwicklung. In Zeiten der Globalisierung und des europäischen Einigungsprozesses ist die Analyse der Veränderungen von Städten und Regionen von besonderer Bedeutung.

Sozialwissenschaftler in Erkner

Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft werden aus Bundes- und Landesmitteln finanziert. Sie betreiben Forschung, stellen wissenschaftliche Infrastruktur bereit oder erbringen forschungsbasierte Dienstleistungen für Öffentlichkeit, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. So auch das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V. in Erkner, das in der Leibniz-Gemeinschaft Mitglied der Sektion B „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften" ist.

Internationaler Forschungspartner

Das IRS Erkner hat den Auftrag, sowohl Grundlagen- als auch anwendungsorientierte Forschung zu Fragen von großer gesellschaftlicher Relevanz durchzuführen. Aus einem Vorgänger-Institut der DDR hervorgegangen und 1992 neu gegründet, bearbeitet die außeruniversitäre Einrichtung Themen an der Schnittstelle von Raum- und Sozialwissenschaften. Sie untersucht, wo räumliche und gesellschaftliche Entwicklung zusammenlaufen. Diese multidisziplinären Ansätze erfordern Fachleute unterschiedlicher Disziplinen: Geographen, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler, Soziologen, Planer, Historiker.

Das IRS besetzt nicht nur zentrale Kompetenzfelder, sondern ist auch international anerkannter Forschungspartner, der mit Universitäten aus der Region (unter anderem BTU Cottbus - Senftenberg, Berlin) sowie internationalen (zum Beispiel Polen und Großbritannien) kooperiert.

Fünf Schwerpunkte

Das Institut ist in fünf Abteilungen gegliedert. In der Abteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen" arbeiten vor allem Wirtschaftsgeographen, um komplizierte Prozesse wirtschaftlichen Strukturwandels zu verstehen. Unter der Überschrift „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter" sind gemeinschaftlich genutzte Infrastrukturen wie Wasserleitungen, Straßen oder Erholungsflächen das Thema. Die Abteilung untersucht, wie diese Güter in Städten und Regionen funktionieren. Die Abteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum" untersucht den Einfluss von Kommunikationsprozessen auf räumliche Entwicklungen. Wie man den Prozess der Schrumpfung von Städten im Rahmen des wirtschaftlichen Strukturwandels in Industriestaaten erklären kann, erforscht die Abteilung „Regenerierung von Städten".

Als Erbe der Vorgängereinrichtung verfügt das südöstlich von Berlin gelegene Institut zudem über die „Historische Forschungsstelle" und die bedeutendste Sammlung zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR. Tausende Karten, Pläne und Dokumente aus Architektur und Planung werden archiviert und beforscht.

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