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Leichtbau für die Luftfahrt

Laborantin im Forschungsbereich PYCO des Fraunhofer IAP
Fraunhofer-Einrichtung für Polymermaterialien und Composite

Bundesweit einmalig für eine Forschungseinrichtung ist die Entwicklungskette vom "Monomer" zum Bauteil, die in der Fraunhofer-Einrichtung für Polymermaterialien und Composite PYCO in Teltow erforscht wird. Die dort und am Standort Wildau auch gemeinsam mit dem Lehrstuhl Polymermaterialien der  Brandenburgischen Technische Universität Cottbus - Senftenberg (BTU) entwickelten Werkstoffe kommen als Materialien insbesondere für Leichtbau, in der Luftfahrt sowie der Mikro- und Optoelektronik zum Einsatz. Dabei übernimmt das Forscherteam, das im Kern aus Chemikern, Physikern und Ingenieuren besteht, sowohl die Grundlagenforschung in erstklassig ausgestatteten Laboren, als auch die anwendungsorientierte Materialentwicklung in Zusammenarbeit mit großen Konzernen.

Forschung im Team

Dem Leichtbau gehört die Zukunft – je leichter Autos oder Flugzeuge selbst sowie deren Ausstattung ist, umso weniger Masse muss bewegt werden. Die 1992 gegründete Fraunhofer-Einrichtung für Polymermaterialien und Composite (PYCO) mit ihren Standorten in Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) und Wildau (Landkreis Dahme-Spreewald) ist seit 2016 als Forschungsbereich in das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm integriert. Das PYCO-Forscherteam aus Chemikern, Physikern und Ingenieuren tüftelt in Teltow und Wildau über die gesamte Entwicklungskette hinweg an neuen Materialien, die beispielsweise Flugzeughüllen oder Autositze leichter machen.

Großkunden sind Airbus, Rolls-Royce und Johnson Controls

Genau diese Bandbreite ist es, auf die Kunden wie Airbus, Rolls-Royce oder Johnson Controls besonders großen Wert legen: Fraunhofer PYCO bearbeitet als einzige Forschungseinrichtung Deutschlands den gesamten Entwicklungsprozess vom Monomer – so genannte reaktionsfähige Moleküle – bis zum fertigen Bauteil. So entstanden seit 1992 beispielsweise Projekte zum Einsatz faserverstärkter Kunststoffe in der Luftfahrt oder zum Leichtbau für Automobilsitze.

Verbesserung von Energie- und Ressourceneffizienz

Dabei hört die Arbeit der Forscher keineswegs bei der Materialentwicklung auf: Das interdisziplinäre Team kümmert sich auch um die Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz durch die Entwicklung von Recycling-Technologien. Auch Überlegungen zur Reparatur faserverstärkter Kunststoffe sind in Wildau und Teltow auf der Tagesordnung. Letztlich zieht die Fraunhofer PYCO damit nicht nur erstklassige Wissenschaftler in die Region, sondern ist gleichzeitig wichtiger Partner fast aller Cluster des Landes Brandenburg, wie beispielsweise Verkehrstechnik sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Gemeinsame Forschungsprojekte mit der BTU Cottbus - Senftenberg, der Humboldt-Universität in Berlin oder der Technischen Hochschule Wildau belegen schließlich, wie gut die Einrichtung in der Region vernetzt ist.
 

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