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Rathenow: Kompetenzzentrum der optischen Industrie

Miarbeiter bei der Qualitätsprüfung
Ophthalmica Brillengläser Rathenow

Rathenow ist die Heimat der deutschen Brille. Seit mehr als zwei Jahrhunderten fertigen Fachleute hier Brillengläser, -fassungen und Präzisionsgeräte. Ganz recht: Der Ursprung der optischen Industrie geht auf Rathenow zurück und ist eng mit J. H. A. Duncker verbunden, der 1801 das Privileg zum Bau einer optischen Industrieanstalt erhielt. Bereits 1896 gab es 163 optische Firmen in der Stadt. Die historisch gewachsene optische, augenoptische und feinmechanische Kompetenz macht das Havelland und speziell die „Stadt der Optik“ Rathenow bis heute zum attraktiven und kompetenten Zentrum der Branche.

Rathenow ist der traditionsreichste deutsche Standort der optischen Industrie. Neben dem klassischen Geschäft mit Brillenfassungen und -gläsern, werden hier heute auch Maschinen, Geräte, Werkzeuge sowie Verbrauchsmaterialien für die optische Industrie produziert. Der Vorteil: Die Innovationskraft, Vielfalt und Vernetzung am Standort macht ihn zu einem Kompetenzzentrum der Branche.

Innovatives Standortumfeld

Neben großen Namen wie Fielmann ist das Umfeld mittelständisch geprägt. 25 Firmen der optischen Branche und rund 30 weitere Zulieferer sind in der „Stadt der Optik“ ansässig. Insgesamt werden hier etwa 1.300 Fachkräfte beschäftigt. „Die Wertschöpfungstiefe auf den Gebieten Augenoptik, Optik und Feinmechanik wird in dieser Form an keinem anderen Standort in Deutschland erreicht“, erklärt Jörg Zietemann, Stadtverwaltung Rathenow.

Die mittelständischen Unternehmen haben sich im Kompetenzzentrum Optik Rathenow (KOR) zusammengeschlossen und vermarkten ihre Produkte unter einer gemeinsamen Dachmarke. Zu diesen Firmen gehören beispielsweise die SOLIRA Sonderlinsen GmbH, Obrira und OCR – OPTOCONSULT Rathenow GbR oder die OPTOTEC Optotechnischer Gerätebau GmbH Rathenow.

Technologieorientierte Kooperationsprojekte, unterstützt durch wissenschaftliche Institutionen der Region – wie durch die Technische Hochschule Brandenburg, die Fachhochschulen Potsdam oder Jena oder das Fraunhofer IAP Potsdam-Golm – treiben die Innovationskraft zusätzlich voran.

Gut vernetzt

„Das Standortumfeld wird geprägt durch eine enge Verzahnung der regionalen Unternehmenskompetenzen mit Wissenschaft, Ausbildung und industrienahen Dienstleistungen“, so Zietemann weiter. Neben dem Optik-Netzwerk oabb – optic alliance berlin brandenburg e.V. sind weitere Netzwerke wie das Kompetenznetz Optische Technologien OpTecBB e.V. als Initiative regional ansässiger Firmen und wissenschaftlicher Einrichtungen zur gemeinsamen Erschließung und Nutzung optischer Technologien zu nennen. Auch unterstützende Dienstleister wie das Technologie- und Gründerzentrum Havelland sind entscheidende Standortvorteile. Die Augenoptikerinnung des Landes Brandenburg ist sowohl als zentrales Aus- und Weiterbildungszentrum als auch für beratende Tätigkeiten von großer Bedeutung.

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