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Erkner – Kunststoffe und Sozialwissenschaft

Saniertes Gebäude, Rathaus Erkner
Rathaus Erkner

Erkner grenzt im Westen an den Berliner Bezirk Köpenick, im Osten an die Autobahn A10. Über diesen Autobahnring ist der Flughafen in Schönefeld schnell erreicht. Die Nähe zur Bundeshauptstadt hat Vorteile, so ist Erkner an das Berliner Stadtbahnnetz angeschlossen. Außerdem verkehrt die Regionalbahnlinie R1 von Cottbus über Frankfurt (Oder) und Erkner nach Berlin, Potsdam und Magdeburg. Zwei Kilometer entfernt liegt das Güterverkehrszentrum Freienbrink.

Plaste aus Erkner

Nahe dem Bahnhof Erkner liegen die Gewerbegebiete der Stadt. Das Gewerbegebiet "Zum Wasserwerk" ist sieben Hektar groß, Der Gewerbe- und Industriepark TEWE umfasst 15 Hektar. Erkner führt seine Tradition als wichtiger Standort des Clusters Kunststoffe und Chemie fort: Ohne die Phenolharzfabrik VEB Plasta hätte es wohl keine Kunststoff-Karosserie für das DDR-Kult-Auto "Trabant" gegeben, im Volksmund aus gegebenem Anlass auch "Plastebomber" oder "Rennpappe" genannt. Am gleichen Ort werden auch heute noch von etwa 120 Mitarbeitern Phenolharze unter dem Dach der Prefere Resins Holding GmbH produziert.

Sozialwissenschaftliche Forschung

Von Erkner aus betreibt der Systemgastronom Andreas Schlodder als Franchise-Unternehmer zehn McDonalds Restaurants östlich Berlins und beschäftigt etwa 130 Mitarbeiter. In Erkner ist das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung angesiedelt. Dort forschen Sozialwissenschaftler zu Städten und Regionen insbesondere im europäischen Kontext.

Auf den Spuren Hauptmanns

Erkners wald- und seenreiche Umgebung zieht auch Touristen und Ausflügler nicht nur aus der Bundeshauptstadt an. Auf dem Dämeritzsee und an der Löcknitz verkehren Dampfer, sieben Wanderwege, der überregionale Müggel-Spree-Weg, der Europa-Radweg (R1) und der Spree-Radwanderweg (RS) starten von Erkner aus oder treffen sich dort. Auf einem fünf Kilometer langen Literaturlehrpfad kann man den Spuren des Literatur-Nobelpreisträgers Gerhard Hauptmann folgen. Die "Villa Lassen", in der Hauptmann von 1885 bis 1889 wohnte, erinnert mit einer ständigen Ausstellung an Leben und Werk des bedeutenden naturalistischen Dichters.

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