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Gemeinsam für die Lausitz

Roboterarm in Versuchsfabrik der BTU Cottbus

Im Süden Brandenburgs steckt Energie: Die Lausitz ist eine aus der Textilindustrie und dem Lausitzer Braunkohlerevier entstandene Industrieregion. Bedeutende Unternehmen wie der Chemieriese BASF oder der Windradhersteller Vestas Blades sind in der Region vertreten. Im Spannungsfeld der Energiewende stehen der Lausitz Veränderungen bevor, die die Region aktiv mitgestaltet.

Eine akteurszentrierte Strategie für den Strukturwandel (RETP)*

Zu Beginn des Jahres 2016 wurde deshalb die Innovationsregion Lausitz GmbH (iRL) initiiert. Die Industrie- und Handelskammer Cottbus, die Handwerkskammer Cottbus, die BTU Cottbus-Senftenberg, die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg sowie die Wirtschaftsinitiative Lausitz haben die Gesellschaft gegründet, damit die Unternehmen der Lausitz zusammen mit Ihren regionalen Partnern den Strukturwandel mit konkreten Projekten zur Stärkung des Wachstums selbst mitgestalten. Ziel ist es, Industriearbeitsplätze zu erhalten, neue zu schaffen und sich auch in Zukunft als ebenso erfolgreiche wie lebenswerte Industrie- und Dienstleistungsregion zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Unternehmertum und Eigeninitiative.

Sechs Kompetenzfelder

Das Potenzial der Region hatte 2013 bereits die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH in einem regionalen Dialogformat in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsinstitut Prognos AG ausgelotet. Dabei wurden die sechs Kompetenzfelder Energiewirtschaft, Kunststoffe/Chemie, Metallindustrie, Ernährungswirtschaft, Tourismus und das Querschnittskompetenzfeld Logistik hervorgehoben.

Drei Regionale Wachstumskerne

Mit den regionalen Wachstumskernen Westlausitz (Finsterwalde, Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg), Senftenberg und Cottbus steht die Niederlausitz im Fokus der Wirtschaftspolitik des Landes Brandenburg. Durch die RWK sollen die Wachstumskräfte gestärkt, Beschäftigung gesichert und die Fördermittel effizienter eingesetzt werden.

Wirtschaftswachstum, Innovation und Forschung

Besonderen Wert legt die iRL auf neue Formen der Kooperation und eine gezielte Vernetzung von Akteuren. Neben den Unternehmen kommt dabei der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, der Hochschule Zittau-Görlitz, der Technischen Universität Dresden sowie der Technischen Universität Bergakademie Freiberg eine zentrale Rolle zu. Erfolg versprechende Kooperationen für die Region sind das Innovationszentrum Bioplastics Lausitz in Schwarzheide und das Innovationszentrum Moderne Industrie an der BTU.

Biobasierte Kunststoffe

Das Innovationszentrum Bioplastics Lausitz ist ein Beispiel für die Innovationskraft in der Lausitz: 2013 eröffnete das Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung IAP das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Biopolymere Schwarzheide (Fraunhofer ABS) auf dem Chemiestandort Schwarzheide. Dort sollen unter anderem biobasierte Kunststoffe entwickelt werden.

Das Innovationszentrum Moderne Industrie (IMI)

Die Herausforderungen der Digitalen Fabrik und der Industrie 4.0 sind für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) von zentraler Bedeutung, um im Wettbewerb der Zukunft Schritt zu halten. Zur Unterstützung von KMU in Brandenburg wurde mit dem Innovationszentrum Moderne Industrie (IMI) Brandenburg an der BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Automatisierungstechnik, finanziert durch EU-Mittel (EFRE), eine zentrale Anlaufstelle gegründet. Das IMI Brandenburg informiert in seiner Modellfabrik sowie in Workshops und Vorträgen über Referenzprojekte und den Einsatz neuer Technologien. Darüber hinaus werden individuell für KMU Strategien zur Modernisierung der Unternehmensprozesse entwickelt und die Umsetzung durch Forschungs- und Entwicklungspartner initiiert.

 

* Die Innovationsregion entwickelt zusammen mit ihren Partnern das Konzept „Regional Entrepreneurial Transformation Process“ (RETP) als Antwort auf den Strukturwandel.

 

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