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Das DIfE – Ernährungsforschung ist Gesundheitsforschung

Gebäude des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke
Außenansicht des DIfE

Vielleicht steckt ja doch alles in den Genen: Die Lust auf Pommes mit Mayo, die Tatsache, dass manche Menschen einfach dünn wie ein Spargel bleiben, egal was sie essen. Ob das so ist, versuchen Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DIfE) herauszufinden. 1992 wurde es in der Rechtsform einer Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Brandenburg gegründet.

Was die Wahl der Nahrung beeinflusst

Das DIfE ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft, an dem etwa 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den molekularen Ursachen ernährungsbedingter Krankheiten forschen. Den Schwerpunkt bilden dabei die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Bluthochdruck, Insulinresistenz und ein gestörter Fettstoffwechsel. Außerdem interessieren sich die Forscher in interdisziplinären Teams dafür, wie die Ernährung das gesunde Altern beeinflussen kann und welche Faktoren die Nahrungsauswahl und das Essverhalten beeinflussen.

Trockenmilch aus Rehbrücke

Bereits 1946 bauten deutsche Wissenschaftler das Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaft, eine Zweigstelle des gleichnamigen Dahlemer Instituts, in Rehbrücke auf. 1957 fusionierte es mit der Anstalt für Vitaminforschung und Vitaminprüfung und wurde 1969 zum Zentralinstitut für Ernährung der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. 1972 wurde das Institut in Zentralinstitut für Ernährung der Akademie der Wissenschaften der DDR umbenannt. In den Folgejahren bis zur Wende lag der Forschungsschwerpunkt der Einrichtung bei der Lebensmittelforschung. So wurde zum Beispiel Babynahrung als Muttermilchersatz in Rehbrücke entwickelt. Nach der Wende kam es dann 1992 zur Neugründung des DIfE.

Acht Abteilungen

Forscher im Labor
Ein Forscher in einem Labor des DIfE
Aktuell untersuchen die Wissenschaftler neben der Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern insbesondere auch die Ursachen des sogenannten metabolischen Syndroms, einem Krankheitsbild, das in westlichen Industrieländern besonders häufig ist. Ein Überangebot an Nahrung und zu wenig Bewegung führen dabei zu Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes, die unter anderem das Risiko für eine Verkalkung der Herzkranzgefäße erhöhen. Um die Entstehung dieser Erkrankungen auf molekularer Ebene und den Einfluss von Nahrungsmitteln auf entsprechende Stoffwechselprozesse im Körper zu verstehen, arbeiten die Forscher in acht Abteilungen und mehreren Arbeitsgruppen an verschiedenen Fragestellungen.

Vernetzt im In- und Ausland

Sowohl national wie auch international arbeiten die DIfE-Wissenschaftler an zahlreichen Studien und in vielen Forschungsverbünden mit. Genannt seien an dieser Stelle beispielhaft die NAKO-Gesundheitsstudie – die größte Bevölkerungs-Langzeitstudie in Deutschland –, das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD), das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) und das Kompetenzcluster NutriAct. Das DIfE wird aus Bundes- und Landesmitteln finanziert.

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