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Brandenburger Forschungsdichte: Spitzenplatz in Europa

Chemielabor
Fraunhofer IBMT

Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg kann sich einer Forschungsdichte rühmen, die einen Spitzenplatz in Europa einnimmt. Rund 50.000 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind etwa jeweils zur Hälfte an Universitäten und Fachhochschulen sowie an renommierten Forschungseinrichtungen tätig.

Moderne Ausrichtung

An vier Universitäten und vier Fachhochschulen in Brandenburg werden heute insgesamt knapp 350 Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten, etwa 50.000 Forscher werden in der Mark ausgebildet*. Das Besondere an einem Studium in Brandenburg: Die Hochschulen des Landes wurden nach der Wende in den 1990er-Jahren neu gegründet, sind modern ausgestattet und ausgerichtet. An allen Einrichtungen sorgen die Mitarbeiter von Transferstellen für einen engen Kontakt zur Wirtschaft.

Alle großen deutschen Forschungsgemeinschaften sind in Brandenburg vertreten und können auf gut ausgebildeten wissenschaftlichen Nachwuchs zählen: mehrer Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) sowie Institute der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG).

Potsdam ist Zentrum

Die Mehrzahl der Zentren und Institute hat sich in der Landeshauptstadt angesiedelt wo insbesondere die Geo- und Klimaforschung eine lange und international bedeutende Tradition haben. Im Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Telegrafenberg sind das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ), das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und die Potsdamer Forschungsstelle des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) zu finden. Auch das meteorologische Observatorium des Deutschen Wetterdienstes befindet sich auf dem Gelände.

Naturwissenschaftlich und biotechnologisch geprägt ist der Wissenschaftspark Potsdam-Golm: Dort forschen 2.500 Menschen, 9.000 Studierende lernen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam. Gleich drei Institute der Max-Planck-Gesellschaft wissen die Vorzüge des Campus Golm für sich zu nutzen: das Max-Planck-Institut (MPI) für Gravitationsphysik, das MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung und das MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie.

Das Hasso-Plattner-Institut für Software-Systemtechnik (HPI) bildet am Campus Griebnitzsee IT-Spezialisten aus, an der HPI School of Design Thinking werden multidisziplinär und in enger Zusammenarbeit mit der Stanford University Fähigkeiten der Innovationsmethodik und –praxis vermittelt.

Am Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) setzen sich Forscher interdisziplinär und international mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes auseinander.

Agrar- und Lebensmittelforschung im Flächenland

Die Hauptstadtregion verzeichnet auch eine sehr hohe Dichte an relevanten Wissenschaftseinrichtungen für die Ernährungswirtschaft. Von den Agrarwissenschaften über die Lebensmitteltechnologie bis hin zum Unternehmensmanagement sind die verschiedenen Institutionen Dienstleister bei Forschung und Entwicklung sowie Partner bei der Nachwuchsgewinnung. Dazu gehören Universitäten und Hochschulen, private Forschungseinrichtungen sowie eine Reihe von Leibniz-Instituten, darunter das renommierte Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE).

Innovative Material- und Technologieforschung

In Teltow (Potsdam-Mittelmark) schaffen Chemiker, Physiker, Ingenieure und Techniker an der Fraunhofer-Einrichtung für Polymermaterialien und Composite PYCO hochvernetzte Polymere für Anwendungen mit besten Referenzen in der Verkehrstechnik, insbesondere der Luftfahrt. Das Institut für Biomaterialforschung, ein Institut des Helmholtz-Zentrums Geestacht für Material- und Küstenforschung am Campus Teltow, entwickelt polymerbasierte und metallische Biomaterialien und versorgt die Medizintechnik mit neuartigen Materialien für Implantate. Mit dem Teilchenbeschleuniger „DESY“ auf dem Campus Zeuthen im Landkreis Dahme-Spreewald kann Brandenburg ein weiteres hochkarätiges Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft vorweisen. Die Spezialisten des Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP) der Leibniz-Gemeinschaft haben sich in Frankfurt (Oder) angesiedelt.

Und erstklassige Forschung hat in der Hauptstadtregion eine lange Tradition. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften zählt in ihrer über 300-jährigen Geschichte 78 Nobelpreisträger.

 

*Quelle: MWFK-Broschüre (Stand: Mai 2014)

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